Raw vs. Graded — When Does Grading Make Sense?

Raw vs. Graded — Wann ergibt Grading Sinn?

Hobby-Grundlagen · Ausgabe 003

Das Grading ist eines der am meisten missverstandenen Themen im Hobby. Manche Leute denken, jede Karte sollte bewertet werden, andere wiederum, dass das Grading nur ein weiterer Gambling Punkt ist. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen – und ist einfacher, als die meisten es darstellen.

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🃏Was ist eine Raw Card?

Eine Raw Card ist einfach eine unbewertete Karte. Sie befindet sich in einer Hülle, einem Toploader oder einem One-Touch – hat aber keine offizielle professionelle Bewertung. Die meisten Karten im Hobby sind raw. Die meisten Karten in unseren Value Bins sind raw.

Raw ist nicht schlecht. Raw bedeutet lediglich unbewertet. Eine mint raw Karte ist immer noch eine mint Karte.


🏆Was ist ein Slab?

Ein Slab ist eine Karte, die professionell bewertet und von einer Grading-Firma in einem manipulationssicheren Plastikhalter versiegelt wurde. Die gängigsten sind PSA (Professional Sports Authenticator), SGC und BGS (Beckett).

Die Bewertung reicht von 1 bis 10. Eine PSA 10 – auch Gem Mint genannt – bedeutet, dass die Karte im Wesentlichen perfekt ist: vier scharfe Ecken, saubere Kanten, zentriertes Bild, keine Oberflächenkratzer. Eine PSA 9 ist immer noch ausgezeichnet. Unter 8 beginnt der Wert erheblich zu sinken.

Einmal bewertet, kann die Karte nicht mehr berührt werden. Der Slab ist jetzt das Produkt.


Wann ist Grading sinnvoll?

Hier ist der ehrliche Rahmen. Grading ist sinnvoll, wenn mindestens zwei dieser drei Bedingungen erfüllt sind:

  • Die Karte ist als PSA 10 deutlich mehr wert als raw. Überprüfen Sie eBay-Preise. Wenn eine raw-Version für 15 € und eine PSA 10 für 80 € verkauft wird, könnte sich die Rechnung lohnen. Wenn raw für 15 € und PSA 10 für 25 € verkauft wird, dann nicht.
  • Die Karte hat eine realistische Chance, PSA 10 zu erreichen. Wenn die Karte eine Drucklinie auf der Rückseite, eine leicht weiche Ecke oder Oberflächenspuren aufweist – wird sie keine 10 erreichen. Eine Karte zu graden, von der Sie wissen, dass sie eine 9 ist, lohnt sich normalerweise nicht.
  • Sie planen, sie langfristig zu halten. Grading kostet Zeit und Geld. Wenn Sie innerhalb von drei Monaten verkaufen möchten, rechnet sich das selten.

Wann ist Grading nicht sinnvoll?

  • Günstige Basiskarten. Eine Raw Card für 2 € rechtfertigt keine Grading-Gebühr von über 20 €. Selbst eine PSA 10 eines gängigen Spielers wird diese Kosten nicht wieder hereinholen.
  • Wenn Sie nur sammeln möchten. Eine Raw Card in einer guten Hülle sieht in einem Ordner großartig aus. Grading ist nicht erforderlich, um das Sammeln zu genießen.
  • Wenn der Markt für diesen Spieler kalt ist. Das Grading einer Karte eines Spielers, dessen Wert sinkt, bindet Geld in einem illiquiden Vermögenswert.

📊Der Pop Report – warum er wichtig ist

Jede bewertete Karte wird in einer öffentlichen Datenbank namens Pop Report erfasst. Sie zeigt an, wie viele Exemplare einer Karte auf jeder Bewertungsstufe bewertet wurden. Wenn eine PSA 10 einen Pop von 3 hat – was bedeutet, dass nur 3 existieren – ist diese Karte wirklich selten. Wenn der Pop 4.000 beträgt, weniger.

Bevor Sie eine bewertete Karte kaufen, überprüfen Sie den Pop. Sie können ihn auf der Website von PSA oder über Tools wie Market Movers oder 130 Point nachschlagen.



🔍 Sagt Ihnen der Pop Report etwas?

Der Pop Report gibt nicht nur Auskunft über die Seltenheit – er ist auch ein Signal, ob Grading finanziell sinnvoll ist. Wenn eine Karte bereits einen Pop von 3.000 bei PSA 10 hat, ist der Markt gesättigt. Weitere Exemplare sind wahrscheinlich unterwegs. Der Nutzen, Ihr Exemplar graden zu lassen, ist begrenzt.

Andererseits ist ein niedriger Pop in Kombination mit einem starken Verkaufsvolumen bei PSA 10 genau die Situation, in der Grading sinnvoll sein kann – es existieren wenige gegradete Exemplare, die Nachfrage ist da, und Ihr Exemplar könnte tatsächlich einen Mehrwert schaffen.

Faustregel: hoher Pop + stabiler Preis = wahrscheinlich kein Grading wert. Niedriger Pop + steigender Preis = genauerer Blick lohnt sich.


📋 So bereiten Sie Ihre Karte für das Grading vor und überprüfen sie

Bevor Sie eine Karte einsenden, müssen Sie wissen, welche Bewertung sie voraussichtlich erhalten wird. Einen PSA 9-Kandidaten einzusenden, wenn Sie auf eine 10 hoffen, ist ein teurer Fehler.

Den vollständigen Inspektionsprozess – Ecken, Kanten, Oberfläche, Zentrierung, Drucklinien – werden wir in einem speziellen, kommenden Artikel behandeln. Einschließlich der verwendeten Werkzeuge, wie man eine Karte unter Licht liest und wann man das Grading ganz aufgeben sollte.

So überprüfen Sie eine Karte vor dem Grading

PSA, SGC, BGS, CGC oder TAG – welche Grading-Firma ist die richtige für Sie? →

🛒Unsere Slabs – was wir anbieten

Jede bewertete Karte in unserer Kollektion Singles & Slabs enthält die Bewertung, die Grading-Firma und die Pop Report-Nummer, wo relevant. Wenn wir der Meinung sind, dass eine Karte zum angegebenen Preis wirklich unterbewertet ist, sagen wir das. Wenn eine Karte zum Marktpreis angeboten wird, sagen wir das auch.

Keine Anlageberatung. Nur ehrliche Informationen, damit Sie Ihre eigene Entscheidung treffen können.

— Karl Klammer

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